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Genf: Grand TheatreGeschichteBereits im 18. Jahrhundert verfügte die Stadt Genf über ein Opernhaus. Der Bau erwies sich aber bald zu klein. Es dauerte noch fast ein Jahrhundert, bis ein neues, prunkvolles Opernhaus gebaut wurde: Der Architekt Jacques-Elisée Goss plante das Haus in Anlehnung an die berühmte Oper Garnier von Paris. Das Opernhaus bildete lange Zeit den Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt. Am 1. Mai 1951 versank der Prunk des Opernhauses in Schutt und Asche: bei einem Feuertest mit Dekors auf der Generalprobe der „Walküre“ breitete sich das Feuer rasend schnell aus und zerstörte den Zuschauerraum und das Bühnenhaus. Der Wiederaufbau verzögerte sich um 10 Jahre. Die Außenfassaden wurden im alten Stil wieder errichtet. Der Zuschauerraum wurde entsprechend dem Zeitgeschmack der 60er Jahre gestaltet: mit Nussbaumtäfelung und metallisch glänzender Decke. Er bietet 1400 Zuschauern Platz. Das Gebäude grenzt an drei Seiten an Straßen; deshalb war auch beim Wiederaufbau eine Erweiterung des Hauses mit Verwaltungsräumen und Werkstätten nicht möglich. Die bühnentechnischen Einrichtungen waren seit den sechziger Jahren nicht grundlegend erneuert worden. Die Stadt Genf erteilte 1984 dem Büro Biste und Gerling den Auftrag für ein Gutachten. Die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen, vor allem der Obermaschinerie, konnten aber erst 1997/1998 durchgeführt werden.
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